Maria Bach (Marie Emilie Freiin von Bach)

Pianistin, Komponistin, Malerin

Ihr Bezug zu Baden:

Maria Bach wuchs gemeinsam mit drei Schwestern im Schloss Leesdorf bei Baden auf.

geb. 11.03.1896 in Wien
gest. 26.02.1978 in Wien

Ab 1897 wohnte die Familie Bach im Schloss Leesdorf bei Baden.
In Baden verbrachte Maria ihre Kindheit in einer sehr künstlerischen Atmosphäre. Der Vater, Robert Freiherr von Bach, war ein begeisterter Musiker (Geiger) und Marias Mutter Eleonore eine bekannte Sängerin.
Marias Eltern musizierten bei ihren regelmäßig veranstalteten Hauskonzerten u.a. mit Johannes Brahms, Hugo Wolf, Gustav Mahler, Joseph Marx. Auch berühmte Maler wie Oskar Kokoschka, Gustav Klimt, Ferdinand Hodler verkehrten im Haus der Familie von Bach.

Mit 6 Jahren bekam sie ihren ersten Klavierunterricht und mit 14 auch Violinunterricht in der Musikschule Baden.
Im Jahr 1907 übersiedelte die Familie in das Schloss Braiten. In diesem Haus wurden die Hauskonzerte fortgesetzt.

Ca. 1912 zog die Familie von Bach in das Schloss Mauerbach nahe bei Wien.
Auch hier gab es Konzerte mit viel klassischer und neuer Kammermusik zusammen mit Joseph Marx, Paul de Conne (Marias Klavierlehrer) und J. Brahms.

Ab 1914 begann Maria zu komponieren. In den Jahren 1914 – 1918 entstanden ihre ersten Kompositionen.
Mit einem ernsthaften Kompositionsstudium begann sie erst im Jahr 1919 bei Joseph Marx an der Wiener Musikakademie.

In den Jahren 1930- 1940 entstanden die meisten Werke für großes Orchester. Sie hatte eine Vorliebe für exotische Themen.

Anfang 1940 lernte Maria Bach einen italienischen Maler, Arturo Ciacelli, kennen, der auch ihr weiteres Leben beeinflusste. Bei Italien Aufenthalten versuchte sie nun – und hatte damit auch Erfolg – ihre Eindrücke in Collage Bildern und Gedichten wiederzugeben.
Nach dem Tod ihres Lebensgefährten im Jahr 1966 fanden ihre Auftritte und Konzerte nur mehr im kleineren Rahmen in Wien statt.
Ziemlich verarmt starb Maria Bach im Februar 1978 völlig unerwartet, wahrscheinlich an einer Rauchgasvergiftung.

von Doris Brazda

Quellen: